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Bassface Sascha

In der Jungle- und Drum'n'Bass-Szene steht DJ, Labelmacher und Produzent Bassface Sascha weit oben auf der V.I.P.-Liste; Schliesslich war er Anfang der 90er in Deutschland einer der Wegbereiter dieser jungen Musikrichtung jenseits des 4/4-Takts. Entsprechend wurde gerade von ihm ein Album bereits lange ersehnt und erwartet.

Sein Debut-Album "Different Faces" umschreibt er selbst als "Soundtrack zu seinem Leben": Ein Arrangement aus verschiedenen musikalischen Epochen, die Sascha geprägt haben und die er durch seinen persönlichen Drum'n'Bass-Stil auf einen Nenner bringt bzw. umschreibt. Das Spektrum reicht von 50ies-Blues-Flavour (Tr.10 "Like A Cigaret") bis zu "digitalem Afro-Funk" (Tr.5 "Rare Roads"); dazu: extrem tanzbar - und somit ideale DJ-Tools sind die beiden Titel "Last Resort" (Tr.7) und "Aerosoul" (Tr.9).
Das Ganze untermalt von unterschiedlichsten Sprachkollagen (die legendären "MCs"), die das musikalische Live-Appeal des Albums kennzeichnen. Der Titeltrack "Different Faces" (Tr.14) ist eine Fusion aus elektronischen Beats und Gitarren-Experimenten der frühen 70er (á la Pink Floyd).

Mit Sicherheit abschliessendes Highlight des Albums: "Whatever This Day Might Bring". Hierfür - könnte man meinen - hat sich Bassface Sascha Jazz-Musiker ins Studio geholt, die durch Sax und Rhodes-Piano dem Track den entscheidenen "Spirit" und einen gewissen "Blue-Note-Charakter" einhauchen.
Bassface Sascha darf von sich behaupten, der Drum'n'Bass Pionier Deutschlands zu sein. Ausgehend vom Mannheimer Milk!-Club erzeugte er zusammen mit Holger "Groover" Klein 1992 eine wahre Break-Beat Hysterie im Rhein-Neckar-Raum, die schon bald Frankfurt (XS-Club) erreicht hatte. Ein Jahr darauf spielte Sascha auf der Mayday mit dem Milk!-DJ-Team das allererste Drum'n'Bass-Set bei einem deutschen Megarave.
Seine Gigs führen ihn um den ganzen Globus und hierzulande ist er ein fester Bestandteil großer Drum'n'Bass und Tech-no-Events, darunter wohlbekannte wie Love Parade, Rave City in München, Euphoria in Frankfurt, Meditation, Future Nights.

Auch im Radio ist Bassface Sascha regelmäßig präsent. Zunächst startete er seine eigene wöchentliche Show ("Reload") auf Evosonic Radio (Deutschlands erster Sender für elektronische Tanzmusik). Aktuell präsentiert Sascha seine eigene Show beim HR . Auch als Gast-VJ war er bereits mehrfach bei MTV , VIVA und GIGA-TV zu sehen.
Der Style/Sound, den Sascha als DJ auflegt ist schwer zu umschreiben, da sich Drum'n'Bass auch schneller verändert als jede andere elekronische Musi-richtung. Fest steht aber, daß Sascha mit über 17 Jahren DJ-Erfahrung eine ganz besondere Technik beim Mixing hat, die an Professionalität kaum zu überbieten ist.
1994 gründete Sascha das Label Smokin' Drum Recordings, als eigene Produktions-Plattform sowie für (damalige) Newcomer wie Skeleton Rock (Bassline Generation), Paderborn Killers, DJ Redoo, Maya u.v.a.

Schon 1997 wurde Smokin' Drum nach 20 Releases bei den "Future Music Awards" zum besten deuschen Drum'n'Bass Label gewählt und Sascha erhielt dort auch die Auszeichnungen zum besten nationalen Produzenten, sowie zum besten nationalen DJ des Genres. Seine Tätigkeit als Produzent und DJ ergänzt sich gegenseitig. Neue Tracks lässt er auf Dubplate schneiden und testet sie dann im Club. Das Feedback des Publikums ist dann häufig maßgebend dafür, ob der Titel später veröffentlicht wird oder nicht.

Zu seinen zahlreichen Produktionen und Remixen (u.a. bei WAN Rec./Logic, Motor, MFS, Advanced Biosystems, KUS,...) gehören auch einige Film- und Werbespot-Vertonungen (z.B.für die Firma Nike).



Veröffentlichungen auf Mole Listening Pearls:

Album:
Different Faces (mole016-2) CD, mp3
Different Faces (mole016-3) 2LP

Single:
Perfect Day (mole008-5) Maxi CD, mp3
Perfect Day (mole008-6) Maxi Vinyl